Die totalitäre Kontrolle des Naziregimes über Deutschland erstreckte sich sogar auf die persönlichsten Aspekte des täglichen Lebens, einschließlich der Weihnachtsfeiern. Weihnachten, eine von christlicher Symbolik geprägte Tradition, war ein besonders fruchtbarer Boden für ideologische Manipulationen.

Die Propagandisten der Nazis versuchten, Weihnachten als neuheidnisches Fest neu zu definieren, indem sie seine christlichen Ursprünge abstreiften und es mit den Idealen des Nationalsozialismus in Einklang brachten. Familiar traditions were recast in a new light, with symbols and rituals designed to evoke the supposed heritage of the Aryan race.

Das Anzünden von Kerzen am Weihnachtsbaum zum Beispiel wurde als heidnischer Wunsch nach der „Rückkehr des Lichts“ nach dem kürzesten Tag des Jahres umgedeutet. Das Ritual des Singens von Weihnachtsliedern wurde zu einem Vehikel zur Förderung der Nazi-Ideologie umfunktioniert. Lieder wie „Erhabene Nacht“ ersetzten traditionelle christliche Themen durch Botschaften der nationalsozialistischen Erlösung.

Die Rolle der Frauen und Kinder

Die Mütter in der deutschen Gesellschaft wurden ermutigt, eine zentrale Rolle in diesen neu gestalteten Weihnachtsfeiern zu spielen. Als „Priesterin“ und „Beschützerin von Haus und Herd“ hatten sie die Aufgabe, ihren Kindern den Geist des Deutschtums zu vermitteln. Dazu gehörten auch selbstgemachte Dekorationen und das Backen von Leckereien in Form von heidnischen Symbolen.

Subtiler Antisemitismus

Während offener Antisemitismus während der Weihnachtsfeiern oft vermieden wurde, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten, waren subtile ausgrenzende Botschaften allgegenwärtig. Die Betonung der arischen Rassenreinheit, sowohl in der Darstellung in den Medien als auch in den Feiertagstraditionen, diente dazu, Juden und andere Außenseiter auszugrenzen.

Ein Symbol des Dissenses oder der Unterstützung

Die scheinbar banalen Entscheidungen, welche Weihnachtslieder man singt oder welche Leckereien man backt, konnten zu politisch bedeutsamen Handlungen werden. Für einige waren diese Entscheidungen eine Form des stillen Protests gegen das Regime. Für andere waren sie eine Möglichkeit, ihre Unterstützung für die nationalsozialistische Ideologie auszudrücken.

Letztendlich war Weihnachten in Nazi-Deutschland ein komplexes und umkämpftes Terrain. Während das Regime versuchte, diese Feiertagstradition zu kontrollieren und zu manipulieren, zeigte sich auch die Widerstandsfähigkeit der individuellen Handlungsfähigkeit und die anhaltende Macht kultureller Symbole.